Die Geschichte Nordmazedoniens beginnt im 2. Weltkrieg. Das ehemalige Königreich Jugoslawien war im April 1941 infolge des Balkanfeldzuges der deutschen Wehrmacht in den 2. Weltkrieg eingetreten. Nach der vollständigen Einnahme Jugoslawien durch die deutschen Truppen, wurde die bisherige Monarchie durch die Achsenmächte in die faschistischen Vasallenstaaten Kroatien, Serbien und Mazedonien aufgeteilt und teilweise in die Staatsgebiete Bulgariens und Großalbanien eingegliedert. Anfänglich gab es wenig Widerstand gegen die Besatzungsmächte.

Erst im Jahr 1944 formierten sich größere kommunistische und jugoslawische Partisaneneinheiten und riefen zum Widerstand gegen die deutschen, bulgarischen und albanischen Besatzungstruppen auf. Schließlich konstituierte sich am 2. August 1944 im nördlich der Stadt Kumanovo liegenden Kloster St. Prohor Pčinjski, der Antifaschistische Rat der Volksbefreiung Mazedoniens (ASNOM). Wichtigster Beschluss dieser ersten ASNOM-Vollversammlung, war die Gründung der Volksrepublik Mazedonien.

1946 erfolgte dann die offizielle Aufnahme in die föderative Volksrepublik Jugoslawien, als Teilrepublik. Mit der neuen Verfassung im Jahr 1963 wurde die Volksrepublik Mazedonien in Sozialistische Republik Mazedonien umbenannt. Im Rahmen einer Verfassungsänderung im Jahr 1991 wurde die Bezeichnung sozialistisch gestrichen und die neue Bezeichnung Republik Mazedonien vom Parlament offiziell verabschiedet.

Am 8. September 1991 erklärte Mazedonien seine Unabhängigkeit. Die Umbenennung in Mazedonien führte zu einem jahrelangen Streit mit Griechenland. Das Nachbarland hatte Einspruch gegen diese Bezeichnung erhoben, da es Gebietsansprüche Mazedoniens auf die griechische Region Makedonien befürchtete. Der Streit wurde im Jahr 2019 endgültig beigelegt. Am 12. Februar 2019 erfolgte die Umbenennung in Nordmazedonien.